Aktionstag: „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ am 5. Mai in Frankenberg
Bei einem Aktionstag im Veranstaltungs- und Kulturforum Stadtpark in Frankenberg wird auf vielfältige Weise über Sucht und Inklusion informiert und aufgeklärt.
Fakt: Menschen mit Behinderungen können aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, wie z.B. selbstständig Autofahren oder Texte lesen.
Rund 15 Vereine, Verbände und Institutionen werden sich am Standort Hammertal 3 in Frankenberg aktiv beteiligen, um über die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aufzuklären. Die Gäste haben die Möglichkeit, bis 12:00 Uhr an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen, darunter ein Rollstuhlparcours sowie eine Tast- und Fühlstation. Ein besonderer Höhepunkt wird die Bereitstellung eines Busses durch REGIOBUS sein, der den Besuchern die Gelegenheit bietet, „blind“ sowie mit einem Rollstuhl ein- und auszusteigen.
„Menschen mit Behinderung nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Auch wenn wir im Rollstuhl sitzen, können wir zum Beispiel trotzdem selbstständig Autofahren. Blinde können Texte lesen. All das möchten wir zeigen. Gleichzeitig sensibilisieren wir die Anwesenden für unsere Belange und möchten direkt miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt Cornelia Melzer, die Vorsitzende des mittelsächsischen Behindertenbeirates. Ihre Worte unterstreichen die Absicht der Veranstaltung, sowohl auf die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen hinzuweisen als auch deren Rechte und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.
Suchtprävention und Inklusion
Ein weiterer zentraler Aspekt des Aktionstags ist das Thema Sucht. Hierzu werden verschiedene Angebote bereitgestellt, darunter eine alkoholfreie „Mixed-Bar“ und der „Klarsichtkoffer“ des Gesundheitsamtes. Informationsstände und eine moderierte Demonstration der Rettungskette von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei werden ebenfalls Teil des Programms sein. „Die Kombination der beiden Themen Sucht und Inklusion ist mit Bedacht gewählt. Es sollen einerseits die Gefahren aufgezeigt und andererseits die Ansprechpartner bekannt gemacht werden. Denn gerade das engste Umfeld nimmt eventuelle Suchtgefährdungen am ehesten wahr“, erläutert Jörg Höllmüller, der Zweite Beigeordnete Mittelsachsens.
Diese Veranstaltung ist mehr als nur ein Aktionstag; sie ist ein Schritt in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft, in der jeder Mensch, unabhängig von seinen Fähigkeiten, einen Platz hat. Die Initiatoren möchten durch diesen Tag nicht nur informieren, sondern auch die Möglichkeit zum Dialog schaffen und so das Bewusstsein für die Herausforderungen und Chancen der Inklusion sowie der Suchtprävention erhöhen.
Der Aktionstag „Gemeinsam leben“ findet regelmäßig in wechselnden Kommunen in Mittelsachsen statt. Im Jahr 2024 wird die Stadt Döbeln Gastgeberin dieses wichtigen Events sein. Damit wird die kontinuierliche Arbeit zur Förderung der Inklusion und zur Sensibilisierung für Suchtproblematiken in der Region weiter gestärkt. Die Organisatoren hoffen auf eine rege Beteiligung und einen offenen Austausch, um die Themen Inklusion und Sucht in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und Vorurteile abzubauen.
Mit diesem Aktionstag wird eine Plattform geschaffen, die nicht nur informiert, sondern auch die Gemeinschaft zusammenbringt. Die Einbeziehung aller Interessierten ist ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen und ein besseres Verständnis füreinander zu fördern. Wer also am 5. Mai in Frankenberg ist, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Teil dieses besonderen Ereignisses zu werden.